Deinen Begleiter auf Wanderungen besser verstehen
Dein Hund spricht ständig mit dir... aber ohne Worte. Diese winzigen Bewegungen und subtilen Verhaltensweisen sind seine Art, dir zu sagen: „Ich bin besorgt“ oder „Ich möchte die Situation beruhigen“. Wenn du sie kennst, kannst du Missverständnisse vermeiden und eure Bindung stärken.
Warum es wichtig ist, Beschwichtigungs signale zu verstehen
Bei einem Spaziergang erkundet dein Hund eine Welt, die du kennst ... aber nicht so wie er. Seine Sinne nehmen Signale wahr, die für dich unsichtbar sind: einen schnell herannahenden Jogger, einen anderen Hund, der ihn anstarrt, ein metallisches Geräusch in der Ferne ... Jedes dieser Elemente kann Strategien zur Beruhigung oder Vermeidung auslösen.
Wenn du sie erkennen kannst, kannst du eingreifen, bevor die Spannung steigt. So vermeidest du:
- Missverständnisse mit anderen Hunden oder Menschen
- Plötzliche Reaktionen (Bellen, Springen, Weglaufen)
- Der Stress, der sich im Laufe der Wanderung aufbaut
Was ist ein Beschwichtigungszeichen bei Hunden?
Das Konzept wurde von Turid Rugaas beschrieben, einer norwegischen Hundetrainerin und Pionierin in der Beobachtung der Körpersprache von Hunden. Von ihrem Bauernhof in den Fjorden aus lehrt sie Menschen, die Bewegungen zu erkennen, mit denen Hunde Spannungen abbauen oder friedliche Absichten ausdrücken.
Diese Signale können verwendet werden:
- Um sich selbst zu beruhigen (Selbstberuhigung)
- Um den anderen zu beruhigen (Hund oder Mensch)
- Um eine Eskalation der Situation zu vermeiden
💡 Diese Gesten bedeuten nicht immer Angst oder extremes Unbehagen: Manchmal sind sie nur eine höfliche Art zu sagen: „Bleib cool“. Wenn sie jedoch wiederholt oder kombiniert auftreten, deuten sie darauf hin, dass dein Hund mit einer Situation konfrontiert ist, die ihn beunruhigt.
Häufige Signale, auf die man beim Wandern achten sollte
Sich die Nase lecken
Beispiel: Sie begegnen einer Gruppe lauter Teenager. Ihr Hund wirft einen Blick auf sie und leckt sich schnell die Schnauze.
➡ Er signalisiert damit, dass er sich angespannt fühlt und versucht, sich zu beruhigen.
Den Blick abwenden
Beispiel: Ein Hund kommt auf deinen Hund zu und starrt ihn an. Dein Hund wendet seinen Kopf zu einem Busch.
➡ Das ist seine höfliche Art zu sagen: „Ich will keinen Konflikt“.
Gähnen
Beispiel: Du hältst an, um mit einem Nachbarn zu plaudern, und ein unbekannter Hund nähert sich. Dein Hund gähnt.
➡ Er löst die Spannung und versucht, die Atmosphäre zu beruhigen.
Verlangsamen oder anhalten
Beispiel: Auf einem schmalen Weg kommt ein Mountainbike von hinten. Dein Hund wird langsamer oder bleibt stehen.
➡ Er nimmt sich Zeit, um die Situation einzuschätzen, bevor er handelt.
Einen Bogen machen, wenn man sich einem anderen Hund nähert
Beispiel: Auf einem Wanderweg umgeht dein Hund einen anderen Hund leicht, anstatt direkt auf ihn zuzugehen.
➡ Eine respektvolle und beruhigende Herangehensweise.
Die Ausweichstrategie: Wenn dein Hund sich entscheidet, einen Bogen zu machen
Manche Hunde gehen noch einen Schritt weiter und meiden Situationen, in denen sie sich unwohl fühlen, komplett.
Das kann sich wie folgt äußern:
- Plötzlich die Richtung ändern
- Stelle einen Gegenstand oder dich selbst zwischen ihn und das, was ihn beunruhigt.
- Einen großen Bogen um einen Hund, einen Menschen oder ein Hindernis machen
- Hinter dir herlaufen, um sich zu schützen
💡 Konkretes Beispiel :
In Schleppleine de 8 m sieht dein Hund einen aufgeregten Hund, der an seiner Leine zieht. Anstatt auf ihn zuzugehen, macht dein Hund einen großen Bogen hinter Büschen und wirft dir dabei einen Blick zu, um sicherzustellen, dass du ihm folgst.
➡ Das ist keine Schwäche, sondern ein kluges Verhalten, um eine unnötige Konfrontation zu vermeiden.
Wie man auf Beschwichtigungs- und Vermeidungssignale reagiert
- Lassen Sie ihm Raum und Freiheit zum Umgehen (eine Schleppleine ideal).
- Vermeiden Sie es, das Treffen unter dem Vorwand, ihn „daran zu gewöhnen“, zu erzwingen.
- Wertet seine Entscheidung auf, indem ihr ruhig bleibt und seiner Bewegung folgt.
- Beobachte, in welcher Entfernung er sich wohlfühlt, das ist eine wertvolle Information für die Zukunft.
Was du konkret tun kannst
- Abstand halten
- Leichte Kursänderung
- Die Leine oder Schleppleine locker halten
- Den Kontext beobachten
- Seine Entscheidung zur Vermeidung unterstützen, anstatt sie zu hinterfragen
Eine engere Bindung zu deinem Hund aufbauen
Beruhigungssignale und Vermeidungsstrategien sind die natürlichen Mittel deines Hundes, um seine Interaktionen zu steuern.
Indem du diese respektierst, wirst du zu einem zuverlässigen und wohlwollenden Partner, und deine Spaziergänge verwandeln sich von einem einfachen „Rundgang durch die Nachbarschaft” in einen Moment stiller Kommunikation, reich an gegenseitigem Vertrauen.
Weiterführende Informationen – Französisch auf Französisch :
- Signale derBeruhigung: Die Grundlagen der Hundekommunikation – Turid Rugaas, Sandrine Delattre, Alain Cadieu
Eine unverzichtbare Lektüre, um die subtilen Bewegungen Ihres Hundes zu entschlüsseln, Spannungen vorzubeugen und eine dauerhafte Vertrauensbeziehung aufzubauen.
- Zu zweit, ohne Rezept: Eine ehrliche Erzählung über den unvollkommenen und lebendigen Weg einer einzigartigen Begegnung – Elyne Carrel
Eine menschliche Geschichte, die Zuhören, Aufmerksamkeit und Empathie veranschaulicht – Eigenschaften, die in der Beziehung zu deinem Hund unerlässlich sind.